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Sehenswürdigkeiten

Tourismus -Sehenswürdigkeiten

Der Nischni-Nowgoroder Kreml

Der Kreml ist das historische, kulturelle, administrative, einst auch geistliche Zentrum der Stadt. Dieses einzigartige Ensemble vereinigt die Schlichtheit mittelalterlicher Bauweise mit edler Strenge der klassischen Gebäude des 19. Jh. Der Kreml mit seinen 12 Türmen und der über 2 km langen und 15 bis 18 m hohen Mauer ist ausgespochen malerisch auf den Hängen der Wolgaufer gelegen. Der steinerne Kreml (Steinfestung) entstand zwischen 1500 und 1511. Ab 1508 leitete der italienische Architekt Petro Francesco (Pötr Frjasin in russischer Deutung) die Bauarbeiten. Vom Standpunkt der Befestigungsmassnahmen aus zählt der Nishnij-Nowgoroder Kreml zu den besten altrussischen Steinfestungen.

Der Dmitrij-Turm

Der Dmitrij-Turm, benannt nach der einst gegenüber stehenden Dmitrij-Kirche, war der wichtigste Stützpunkt bei der Verteidigung der östlichen Kremlseite. Von hier aus führten die Wege nach Moskau und Kasan. Auch heute beherrscht der Turm den Platz davor: 7 Straßen laufen vom Dmitrij-Turm strahlenweise auseinander. Früher gab es noch eine Steinbrücke, die den Turm mit dem Schützenraum hinter dem Graben vor dem Kreml verband. Es ist kaum zu glauben, aber der Dmitrij-Turm, der heute als Stadtwahrzeichen anerkannt ist, erinnert nur sehr wenig an sein ursprüngliches Antlitz.

 

Die Erzengel-Michael-Kathedrale
Die Erzengel-Michael-Kathedrale im Kreml, errichtet zwischen 1628 und 1631, ist die älteste Steinkirche in der Stadt. Die Kathedrale wurde zum Gedenken an den Sieg der Volkswehr von Minin und Poscharskij gebaut und erhielt den Namen des Erzengels Michael, der als Schutzherr des russischen Heeres galt. Die Kathedrale war die Begrabungsstätte einiger Nishnij-Nowgoroder Fürsten. Seit 1962 befinden sich hier auch die Gebeine von Kusma Minin. Heutzutage ist es ein Gotteshaus.

 

 

 

Das Staatliche Kunstmuseum
Der ehemalige Gouverneurspalast beherbergt heute das Staatliche Kustmuseum, eines der besten und ältesten (Gründungsjahr 1896) in Russland. Die Grundlage der Sammlung bilden russische Kunststücke: Ikonen aus der Region Nishnij Nowgorod, Gemälde der "akademischen" Künstler und der "Wandermaler" sowie der Vertreter der russischen Avantgarde.

 

 

 

Der Minina-und-Poscharskogo-Platz 

Der Minina-und-Poscharskogo-Platz (früher Blagoweschtschenskaja – nach der hier einst gestandenen Mariä-Verkündungs-Kathedrale benannt) ist heute der zentrale Platz der Stadt. Hier stehen das Tschkalov-Denkmal, das Minin-Denkmal und der Springbrunnen aus dem Jahre 1827, welcher die erste städtische Wasserleitung war.
Der Platz ist von mehreren historisch und architektonisch bedeutsamen Bauten eingerahmt. Das sind die Gebäude der früheren Schifffahrtsgesellschaft "Wolga" (1910-1920) im Stil des russischen Klassizismus, das Gebäude des ehemaligen Priesterseminars (1827, heute die Staatliche Pädagogische Universität), das Gebäude des ehemaligen Jungengymnasiums (gehört heute ebenfalls zu der Staatlichen Pädagogischen Universität), das Gebäude des ehemaligen Stadtparlaments (1899-1904, ist dem altrussischen Stil nachempfunden, heutzutage Haus der Gewerkschaften). Der Platz war früher die wichtigste Handelsstelle der oberen Stadtsiedlung, auch heutzutage gibt es hier häufig Volksgetümmel – zu Stadtfesten, Paraden und Konzerten.


Die Tschkalov-Treppe

Am Tschkalov-Denkmal beginnt die Tschkalov-Treppe (1943-1949), die zum Gedenken an die Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg erbaut wurde. Die majestätische Treppe verbindet zwei Wolga-Uferstraßen – die obere und die untere - und ist sehr schön von der Wolga aus zu sehen.

 

Die Bolschaja-Pokrowskaja-Straße

Die Bolschaja-Pokrowsakja-Straße ist die zentrale Straße der Stadt. Ursprünglich ließen sich hier bekannte Adelsfamilien nieder, aber ab der 2. Hälfte des 19. Jh. wurden sie von reichen Kaufleuten und Industriellen mehr und mehr verdrängt. Heutzutage lädt die Straße zum Bummeln, Schlemmen und Einkaufen ein: hier gibt es Läden, Restaurants und Theater für jeden Geschmack. Einst wurde die Straße von der Pferdebahn, von der Straßenbahn und später von Omnibussen befahren, heute ist es eine Füßgängerzone, die ihre schönen historischen Bauten überwiegend erhalten hat. Die schönsten davon sind das Dramatheater, die Gebäude des Bezirksgerichtes (1896) und der Adelsversammlung (1826), die Staatsbank, das Kino "Orljonok" ("Junger Adler", 1913 – das erste Lichtspielhaus der Stadt), das Puppentheater (1979), das Geschäft für Kunstgewerbe und andere. Das übliche Aussehen der Straße wird von Straßenkünstlern (Porträtmalern, Straßenmusikern, Malern mit ihren zum Verkauf ausgestellten Gemälden) ergänzt.

Das Schauspielhaus

Das Schauspielhaus, das den Theaterplatz an der Pokrowskaja-Straße beherrscht, wurde anlässlich der Industrie-und Kunstausstellung 1896 erbaut und erinnert an das Mailänder Scala. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Theater nicht mit einem Dramastück, sondern mit einer Oper eröffnet wurde. Das war "Leben für den Zaren", wo die Partie von Iwan Susanin der junge, damals nur wenig bekannte Opernsänger Fjodor Schaljapin sang.

Die Staatsbank

An der Pokrowskaja-Straße steht eines der extravagantesten Gebäude in der Stadt – die Staatsbank. Der Bau der Bank wurde mit dem 300jährigen Jubiläum der Zarendynastie Romanovs zeitlich abgestimmt, und der Eröffnung 1913 wohnte Kaiser Nikolaj II. bei. Das Gebäude wurde im neorussischen Stil mit Einsatz der modernsten Technologien jener Zeit errichtet. Das Interieur der Bank ist reichlich mit Fresken geschmückt.

Die Roschdestwenskaja-Straße

Die Roschdestwenskaja-Straße (später auch Kooperationsstraße und Majakowskogo-Straße genannt), eine der ältesten in der Stadt, war einst die zentrale Handels- und Geschäftsstraße der unteren Stadtsiedlung. In unmittelbarer Nähe zu den Anlegeplätzen befanden sich Läden, Renditenhäuser, Gaststätten, Speicher und Banken. In der Sowjetsperiode hat die Straße nur wenig Wandel erlitten. Am Straßenanfang, am Kreml-Fuß steht die Kirche des Täufers Johannes (1683).


Aus der Vorhalle dieser Kirche (damals aus Holz) wandte sich Minin 1612 an die Bürger mit seinem patriotischen Aufruf. Die Szene des Volksaufrufes ist auf dem Gemälde des Malers Makowskij abgebildet, das zur Sammlung des Kunstmuseums gehört. 2005 wurde die Kirche fertig restauriert und feierlich eröffnet. Heute steht vor der Kirche eine Kopie des berühmten, auf dem Roten Platz in Moskau stehenden Minin-und-Poscharskij-Denkmals, und der dafür angelegte Platz wurde Platz der Volkseinigkeit genannt.

Die Weihnachts(Stroganov-)kirche (1719) ist das eigentliche Schmuckstück der Straße. Sie ist ein Meisterwerk der leibeigenen Bauarbeiter vom Kaufmann Stroganov im Stil des russischen Barocks. Die Kirche ist von innen und von außen reichlich mit Steinschnitzereien verziert, sie ist aber auch sehenswert wegen ihrer schönen vergoldeten Ikonostase und des Glockenturmes mit einer Uhr, die Mondphasen und Jahreszeiten anzeigt.

Als Fortsetzung der Roschdestwenskaja-Straße an der Oka-Brücke steht das Mariä-Verkündungs-Kloster. Es wurde gleichzeitig mit der Stadtgründung vom Fürsten Jurij Wsewolodowitsch angelegt. Es diente dem Schutz des Flussübergangs und wurde mehrere Male von Feinden abgebrannt und geplündert. Im Kloster sind 4 Steinkirchen erhalten geblieben. Die wichtigsten Bauten des heutzutage funktionierenden Männerklosters stammen aus dem 17. Jh.

Die Strelka

Die Strelka (Landeszunge) am Zusammenfluss von Oka und Wolga ist wohl der bekannteste Ort in Nishnij Nowgorod. Die inoffizielle Hymne der Stadt, die gerade mit den Worten "Auf der breiten Wolga, an der fernen Strelka" beginnt, kennt wohl jeder Russe und singt gerne mit. Dieses Stück Boden zwischen zwei Flüssen wird von der Alexander-Newskij-Kathedrale (1881) beherrscht.

Sie ist von weitem zu sehen und war eine Art Leuchtturm für vorbeifahrende Schiffe. Die Kathedrale wurde in der Tradition der altrussischen Baukunst erbaut.

 

 

 

Die Messe
Die Nishnij-Nowgoroder Messe wurde 1817 auf der Strelka, also an den beiden größten russischen Flüssen angelegt als Nachfolger der berühmten Makarjew-Messe 90 km von der Wolga entfernt. Den Bau des Jahrmarktes leitete der Ingenieur A. Betancourt, der in kurzer Zeit diesen einmaligen Komplex erschaffen hatte. Anfang des 20. Jh. war der Jahrmarkt von Nishnij Nowgorod eine Stadt für sich mit 30 gepflasterten Straßen und 8 Plätzen, 60 Steinbauten und zahlreichen Holzbauten, mit Banken, Restaurants, Hotels, Theater, Zirkus und Gotteshäusern.

Das Gelände des Jahrmarktes betrug 8 qkm und verfügte über ein kompliziertes Kanal-und-Schleusensystem. Von dem damaligen Handelszentrum sind nur einzelne Steinhäuser erhalten geblieben, darunter das Große Jahrmarktshaus (1889) im Stil der altrussischen Baukunst. Die hohe Passage mit Läden im Erdgeschoss und Geschäftsräumen im 1. Stock ist reichlich dekoriert. Von dem alten Interieur ist der Wappensaal erhalten geblieben, der anlässlich des Besuches von Nikolaj II. 1896 eingerichtet wurde. Vor dem Gebäude steht immer noch der alte Springbrunnen.

Gleichzeitig mit der Messe, also 1817 wurde auch die Erlöser-Kathedrale angelegt, die später den Namen der Alten Jahrmarktskathedrale erhielt zur Unterscheidung von der neuen Alexander-Newskij-Kathedrale, die ebenfalls auf dem Gelände des Jahrmarktes errichtet worden war.
Die Erlöserkathedrale wurde nach Entwürfen von Betancourt und Montferrand erbaut, der letzte von den zweien war ein französischer neoklassistischer Architekt, der auch die Isaaks-Kathedrale in Sankt-Petersburg entworfen hatte; die Ähnlichkeit der beiden Bauten ist deutlich zu sehen.

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